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Zur Philosophie und Geschichte Theil 12 (1820) Sophron
Entstehung
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105
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S o p h r o n.

lob

kaffen, indem er sich ruhig mit den andern beschäf-tiget. Auf einmal ist hiebe» der Gemeingeift der.Klaffe, der public: Spirit seiner öffentlichen Schuleverloren. Nun träumt der eine Thcil seines gelehr-ten Bataillons, indeß der andere arbeitet: er hängtseinen Gedanken nach, oder treibt böse Dinge, blosweil er sich sagen kann,du bist vor jetzt nichtsals ein Auskultant, d. i. zu deutsch, ein Maulaffe.Und weiß er, daß er dies unwürdige Amt ganzeStunden oder gar halbe Jahre lang bekleiden darf:so wehe diesen stummen Pythagoräern! In einemhalben oder Vierteljahr ermattet gewiß ihr Fleiß,weil die Hoffnung des Faulen sie begünstiget:Esist noch Zeit, in einem halben Jahre wirst du auchwohl reden lernen. "

Ich weiß wohl, was zu dieser unstreitig-feh-lerhaften Einrichtung Vorschub gegeben; die Schwa-che der Ankömmlinge nämlich, die aus niedern Klas-sen in höhere hinaufgehen und als unbefiederte Vö-gel im Nest sitzen muffen, indeß die vor ihnen sind,umherfliegen. Sie können kaum zirpen, indeß siemit den Obern der Klaffe singen sollen und sindalso erbärmliche Gäste, eine Last ihrer Mitschülerund eine noch größere Last des Lehrers. Gegen diesVerderb also, den Riegel alles guten Fortganges inder gesammten Klasse, soll jeder Lehrer, der vongesetzter männlicher billiger Denkart ist, mit allenKräften kämpfen. Er weiß ja, wie weit die Schü-ler fcyn müssen, die in eine andere Klaffe übergehenund auf dies Ziel des Fleißes hat er mit allem Ernstund mit einer edlen Ehrliebe zu halten. Es kömmtganz und gar nicht darauf an, »velcher Schüler selbst«uS einer in die andere Klasse spazieren will, als

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