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Zur Philosophie und Geschichte Theil 12 (1820) Sophron
Entstehung
Seite
103
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S o p h r o n..

her er kommt und je gelehrter er wird, auchein desto größerer Flegel werde und nicht schon inden obcrn Klassen alle die Vlüthcn abgeworfcn habe,die in den untern an ihm lockten. Es müssen keinebösen Gesellschaften , keine Klubbs der Verführung,keine stummen Laster, keine groben Sitten und Ge-wohnheiten in einer Klasse statt finden: denn allesdies steckt wie eine Pest an, und macht eine Schu-le, die eine Werkstatte des reinen Geistes seyn sollte,zu einem Stall der Thiere und zu einer Höhle desSatans. Junge Leute, die blühend.und unverdor-ben hineinkamen, sichet man in kurzer Zeit mit wel-kendem Gesicht, mit erloschenen Augen, mit leicht-sinnigen oder tölpischen Gcberden wie gefallene En-gel umhergchn; so daß ihnen späterhin nichts übrigbleibt, als die Zeit, die sie in der öffentlichen Schu-le zubrachten, als einen crtödtenden, dürren Herbstanzusehcn, den sie mitten in ihrem Frühling erleb-ten. Finden alle diese Fehler und Vorwürfe bey ei-ner öffentlichen Schule nicht statt, ist sie in jederKlaffe und jeder Arbeit derselben, unter jedem Leh-rer , sowohl in Ansehung der Wissenschaften, in de-nen er zu unterrichten, als der Sitten, die er zubilden hat, das, was sie seyn soll; und genießetdann der Lehrer die Aufmerksamkeit, Belohnungund Achtung, die er und sein Werk verdienet: so wirdwohl kein Verständiger einen wohlgegründcten öffent-lichen Tempel der Wissenschaft und guten Erziehungfür jene kleinen Dianentempelchcn hingeben, mit de-nen man unter grünen Bäumen durch manche Mo-dekünste unsrer Zeit Abgötterei) treibet. Manchedieser Spielwerke haben sich schon in ihrer Nichtig-keit gezeigt und bey andern fürchte ich, daß man-