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Zur Philosophie und Geschichte Theil 12 (1820) Sophron
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zum Trost und zum Nutzen mitthcilen wollten. Soist auch die Geschichte der Alten durchaus pragma-tisch geschrieben, ob sic gleich diesen Namen nichtbrauchte: sie beschreibt Geschäfte und Thaten; sie

wollte aber auch Jünglinge und Männer zu Ge-schäften bilden, daher sic denn Reden, Grundsätze,Charaktere in ihre Erzählung flocht und überhauptdie ganze Gestalt annahm, durch welche die alte Ge»schichte sich von der Historie der Neuern so sehr nn-,terscheidet. In allem diesem suchte inan das Schönenicht als einen Flitterstaat, sondern als den wesent--lichcn Thcil eines klaren, richtigen, verständigen, bil->dcndcn Vortrags. Man sorgte für die Wohlgestaltund für die Gesundheit des Körpers, und verließ sich,darauf, daß ein wohlgebauter, feiner, kräftiger, ge--sunder Körper schon durch sich selbst schön sey. Unndie Wahrheit hievon einzusehcn, darf man nur dieSchriften der Griechen und Römer sowohl in der"Beredsamkeit als Dichtkunst, in der Philosophie und-Gcschichte mit den Schriften der Mittlern, ja zunvTheil der neueren Zeiten vergleichen. An Schminkeund Putz fehlte cs den Mönchen mancher mittlerenJahrhunderte Nicht, mit welchen sie ihre Predigtenund Gedichte, ihre philosophischen Abhandlungen nutzChboniken balsamirtcn: und dennoch sind ihre Werke-Mißgestalten, entweder todke Gerippe, oder Leich-name, die einen Übeln Kloster - und Mönchsgcruchvon sich geben. Warum? Es fehlt ihnen am ssnsniarrrriunrlnlns, aN Gesundheit des Verstandes undVortrages, an Ebenmaas, Richtigkeit und Wahr-heit. Das Kleine und Große ist ihnen gleich wich-tig : die Wahrheit und Lüge gleich angenehm, undwenn diese zum Vortheil der Kirche und ihres Stan-Herders Werke z. Phil. u.Gesch. XII. G Lv^Kroii.