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Zur Philosophie und Geschichte Theil 12 (1820) Sophron
Entstehung
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Menschen, insonderheit eines Jünglings dienet, auchzu den kiuirraniorrbus gehöre; es möge solches Be-redsamkeit oder Poesie, Philosophie oder Geschichteheißen. Es ist schon gesagt, daß die Alten jene Un-terscheidung zwischen schönen und gründlichen Wissen,schäften nicht kennen wollten; ihr Schönes mußtegründlich und ihr Gründliches schön, d. i. überzeu-gend , erweckend, rührend gesagt werden, oder esfehlte beydcn Stücken ihre zweyte Halste. Die Re-den des Demosthenes, Cicero und andrer große»Griechen und Römer waren keine titele Hebungen,ihre Verfasser als schöne Geister und witzige Köpfezu zeigen, sondern gerichtliche oder Staatsreden; dieschöne Schrift des Cicero über die Pflichten war eineAnweisung für seinen Sohn, und also gleichsam dasmoralische Testament eines Vaters, wie mehrere sei-ner philosophischen Schriften nicht als ernste Darstel-lungen seiner eignen Grundsätze sind, durch welcheer sich selbst aufklärte und in guten Gesinnungenstärkte. Eben so ernster Art sind die besten philoso-phischen Schriften der Griechen aus der Somatische»,Pythagoräischen, und Stoischen Schule. Weder Te-nophons noch Platons Schriften, weder Pythagoras,noch Epiktcts und Mark-Aurels Grundsätze sind zumZeitvertreib verfasset worden, um etwa mit schönenWorten und Bildern zu spielen: sie unterrichten denVerstand, sie bessern das Herz, sic sind und gewäh-ren wirklich Ltuclia trurirsnitatis. Jeder, der einenSinn für das Wahre und Gute hat, muß cs imInnern fühlen, daß cs ihren Verfassern damit einErnst gewesen, und daß sie die Früchte der Weis-heit, die sie für ihre Seelen gesammlet hatten, da-durch auch andern zur Aufklärung und zur Uebung,

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