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S v p h r o n.
für sie zu wirke». Hierin haben es nun die Grie-chen und Römer, vielleicht allen andern Nationender Welt zuvor gethan, und ich fürchte, daß siein der Geschichte immer die Einzigen ihrer Artbleiben werden. Sie hatten ihre Sprache, undmit derselben ihren Geschmack, ihre Vernunft,.ihre Beredsamkeit, und was sie den Sinn derMenschheit nannten, so ausgebildet, wie wenigeoder vielleicht keine neuere Sprache hat ausgcbildetwerden können, weil jene Anlässe öffentlich zu re-den, und durch den Bortrag auf eine große Men-ge, ja auf die wichtigsten Glieder des Staats zuwirken, bep den neueren Völkern selten oder garnicht statt gefunden haben; viele andere Ursachenzu geschweige«. Unter solchen Veranlassungen nun,da in Poesie und Presse der öffentliche Vortragalles galt, bildeten sich die Sprachen der Grie-chen und Römer zu einer bestimmten Genauig-keit , zu einer Macht, Harmonie und Schön-heit, die auf dem Markt oder auf der Schaubüh-ne, vor den Richterstühlen oder in einem erwähl-ten Kreise von Zuhörern und Kennern jene Wun-der wirkten, von denen die alte Geschichte unserzählet. Man sprach von menschlichen Dingenzu Menschen, zu gegenwärtigen Menschen, dieman unterrichten, überzeugen, rühren, erwei-chen, lenken oder bilden wollte. Nolhwendig al-so setzte man zu diesem Zweck alles in Bewegung,und vernachlässigte eben so wenig das Ohr, alsdas Herz der Zuhörer, das man erschüttern, diePhanlasic, die man erregen, den Verstand, denman überzeugen wollte. Man übte sich, die-sen Zweck zu erreichen, von Jugend an, brachte es