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Zur Philosophie und Geschichte Theil 12 (1820) Sophron
Entstehung
Seite
91
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S o p h r o n.

alle die kleinen und schlechten Nebenbegriffe aus-schlicßt, die in dem Wort schöne Wissenschaften nach»dem heutigen Mvdegcbrauch liegen. Denn Key die-sen ist man sehr geneigt, sich entweder blvs einemüßige Beschäftigung mit dem, was Schön ist,,vielleicht ohne Anwendung und Ausübung zu denken,,oder gar alles Nützliche, Schwere und Gründlicheauszuschliessen, und mit einem bloßen Wortgeprän-ge, mit einem Flitterstaat in Bildern, in geziertenAusdrücken, in Sylbenmaaßcn, und romanhaftenEinkleidungen davon zu laufen; dahingegen der Be-griff der Alten, nach welchem nur das schöneWissenschaft ist, was die Menschheit inuns bilden, zieren und veredeln, was uns für dieGesellschaft brauchbar, tüchtig, und derselben ange-nehm machen kann, damit uns also auch die edelsteFreude, den schönsten Genuß unser selbst gewahret,uns auf ganz andre Wege leitet. Lassen Sie unsselpen H. V., wie die Alten diesen würdigen Begriffanwandten, und was von dieser Anwendung inden Kreis der Schnlstudien gehöre.

Sprache ists, die den Menschen vom stummenThier unterscheidet; ohne sie fände der Gebrauch derVernunft nicht statt, und dies herrliche Geschenk dcSHimmels bliebe eine todte, nutzlose Gabe, wen» sienicht durch Worte gleichsam lebendig, brauchbar undnützlich würde. Alles also, was von Kindheit aufunsre Sprache ausbildct, was uns vernünftig, genauund bestimmt, was uns angenehm, leicht überzeu-gend oder herzbewegend sprechen lehrt, bildet in rmsden Sinn der Menschheit und das edelste Werkzeugaus, mit andern Menschen zusammen zu leben und

M.F". ^ .