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Zur Philosophie und Geschichte Theil 12 (1820) Sophron
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S o p h r o n.

tcn: wir werden seine Gestalt auf den Stellen, woer stand und saß, wo er seine Klasse unterrichtete,und mit seinem eignen treuen Gutmcyncn bcyinExamen vorführte, nicht mehr sehen. Ihr seineSchüler werdet seine gute treumeynende Stimme,seine Ermahnungen und Lehren, seine Scherze undEinfalle, mit denen er auch seine Schularbeitenbelebte, nicht mehr hören. Wie ist jedem von euchjetzt zu Muthc, der ihn auch nur einmal in sei-nem Leben beleidigt, gekrankt und ihm eine sau-re Viertelstunde gemacht hat? Würde er nicht,da sein guter Lehrer, sein väterlicher Freund jetzttodt da liegt, viel darum geben, es nie gethan zuhaben? Liebe Schüler, was diesem Lehrer begegnetist, wird früher oder spater uns allen begegnen. Lie-bet also und schonet eure Lehrer, so lange ihr siehabt; die spate Reue, wenn ihr sie nicht mehr habt,ist eine unangenehme traurige, vergebliche Neue.Ehret das Andenken eures verstorbenen Lehrers da-durch , daß ihr auch nach seinem Abschiede von uns,euch seiner Güte und Liebe dankbar, seiner Erinne-rungen und Lehren gehorsam, seines Unterrichts flüs-sig erinnert: denn wisset, daß ihr ihn durch euergutes Betragen auch noch nach seinem Tode und inder Asche ehret. Hatte es ihm die Vorsehung ge-gönnt, er würde noch jetzt gerne unter uns seyn;seine Laufbahn hicmedcn aber sollte verkürzt werden,und war unvermerkt zu Ende. Auf eine sonderbareWeise trug er seit einigen Wochen schon die Vor-empfindung seines Todes mit sich, und ob sie ihmjeder gleich aus dem Sinne zu reden suchte, undvon außen alle Kennzeichen seiner Krankheit gegensie waren: so wußte er doch, was er fühlte, nahm