S o p h r o n.
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andre Pflicht der Dankbarkeit und Freundschaft er-füllen , und ein neueres trauriges Andenken wenig-stens mit einigen herzlichen Worten feyren.
Er ist todt, unser verdiente gute ProfessorMus aus! Er, dem jeder. Mann und jedes Kindden Namen des Guten giebk und geben wird,wenn er an ihn gedenket. Er ist todt, euer Lehrer,ihr Schüler, der mit euch als ein Bruder mit Brü-dern umging, der euch liebte, sich seiner Klassen vä-terlich annahm, und sich vielleicht dadurch selbstmanches Uebel seines Körpers, manche Krankheitvermehrte, daß er aus brennendem Eifer für seinePflicht seiner Pflege abbrnch, und oftmals zu frühzu euch eilte. Er war hart gegen sich, und desto nach-gebender, gütiger gegen andre: er meynte es redlichmit Gott und der Welt, mit seinen Mitlehrern,Schülern, mit seinen Freunden und allen Menschen.Nie habe ich ein Wort von seinen Lippen gehörtzum Nachtheil eines andern; vielmehr legte er dieFehler andrer zum besten aus, und suchte zu ent-schuldigen, was er entschuldigen konnte. Er war ge-fällig und gesellig, ohne daß er je seiner Pflicht ab-brach; vielmehr trug er die schwere Bürde seinesmühsamen Lebens mit Heiterkeit, Gleichmuth, Fröh-lichkeit, Scherz und guter Laune. Er seufzte nicht,er murrte nicht; zufrieden mit der Gegenwart, wennsie ihm auch hart und drückend war, hoffte er eineleichtere Zukunft, und arbeitete ihr froh entgegen,ob er sie gleich hier auf Erden nicht erreicht hat.Ein unvermutheter Tod riß ihn von uns! nahm ihnseinen Schülern, nahm ihn seinen Freunden. Erwsrd nicht mehr wiedcckommen in diesen Saal, erwird dies Haus und seine Klasse nicht mehr betce-