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Zur Philosophie und Geschichte Theil 12 (1820) Sophron
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S o p h r o n.

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maligen Lehrer zu stolz thun, und man wird ihreverächtliche Bektelarmuth deutlich genug wahrnehmen.Was hast du Mensch, sagt Paulus, das du nichtempfangen hast! und was rühmest du dich denn, alsob du es nicht empfangen, sondern, wenn uns derZusatz erlaubt ist, wie Breirkopfs Bar, alles ausdir selbst gezogen und gesogen hattest? das aberist durchaus nicht wahr, daß wahre Grundsätze undRegeln einer Wissenschaft, - ein deutlicher Vortragund eine sichere Methode derselben je ihren Fortganghindern; nur ein Unwissender kann so etwas sagen.Vielmehr ists gewiß, daß eben diese Principien undRegel» , diese Deutlichkeit und Ordnung zum Fort-gänge in der Wissenschaft den Weg bahnen. Manhat kennen gelernt, was da ist, und wird leichtergewahr, woran es fehlet: man sieht, wie die erstenErfinder der Wissenschaft auf ihre Entdeckungen ka-^men, und hat an den Regeln derselben einen sichernEompaß, der uns weiter leite; da ohne Grundsätzeund Regeln hingegen niemand etwas weder erfinden,noch verbessern kann, er schwebt wie ein Unsinnigerauf dem weiten Meere. Der Baum, der tiefe Wur-zeln geschlagen hat, kann hoch und höher als anderecmporwachsen; wer aber ohne Wurzeln und Erdevom Himmel herabwachsen will, der verwelket baldund wird ein trauriges Spiel des Windes. Freuetund rühmet euch also eurer Schule, ihr Schüler die-ses Gymnasii, und danket Gott, daß ihr von an-dern, dazu von gelehrten, würdigen, bewahrten undemsigen Lehrern das lernen könnet, was ihr selbstnicht erfinden dürft, auch gewiß, zumal in eurenJahren nicht würdet erfinden können. Andre habenfür euch studirt, sie haben die Regeln der Sprache,Herders Werke z. Phil. u.Gesch. XII. E