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Zur Philosophie und Geschichte Theil 12 (1820) Sophron
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S o p h r o n.

die Grundsätze der Wissenschaften, die Ordnung einerguten Methode sich, zum Theil durch viele Wb. ng,eigen gemacht, und tragen euch Alles vor, damitihrs aus ihrer Hand mit Ueberlegung, Fleiß undDank annchmct. Ihr dürfet und sollt einst nichtstehen bleiben bcy dem, was ihr in der Schule lern-tet: dazu sind Akademien, dazu ist euer ganzeskünftiges Leben; aber in der Schule lernen müssetihr», und euch die Grundsätze und Regeln eigen ma-chen, die niemand ungestraft beleidigt. Nichts rächetsich so sehr, als ein versäumter Schulunterricht:nichts rächet sich so sehr, als eine vernachläßigteGrammatik, als hintangcsetzte Principien, auf denenalle unsere Kenntnisse und Uebungen beruhen.-get ihr auf der höhern Schule so fleißig seyn, wieihr wollet, und ihr ftyd der niedrigen Schule halbfet-tig entlaufen: so wird man euch immer ansehen,

daß ihr, um eine wahre Gestalt zu bekommen, nocheinmal in den Ofcn gethan werden müßtet, weil derTeig immer nachher nässet, oder das Gebilde krüp-pelhaft und elend ist. Lasset euch also nicht vondem Wahn unsrer Zeit anstecken, fliegen zu wollen,ehe euch die Federn gewachsen sind, und wie Pro-metheus das Feuer vom Himmel holen zu wollen,wenn ihrs in der nächsten Küche haben könnt. DieGeniesucht ist eine verderbliche Seuche; das wahreGenie liebt und übt Grundsätze, Kenntnisse und deut-lich verstandne Regeln, kurz es hat und lernt etwas.Auch bcy dieser Prüfung wünschen wir, daß ihr demWort Schule Ehre machen, und durch euer Bey-spiel zeigen möget, was für nützliche und nothwen-dige Dinge man in Schulen lernet, und wie rühm-lich man bestehe, wenn man sie recht gelernt habe,

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