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Zur Philosophie und Geschichte Theil 12 (1820) Sophron
Entstehung
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6^ S o p h r o n.

über di« Köpf« der Alten wegzuspringen, jüngereThoren, wie sie selbst sind, können sie auch hierinbewundern und loben; nicht immer aber gerath derSprung, und sehr oft wird der Springer in derJugend oder im Alter der Welt zum Gelächter.Statt der unbändige» Kühnheiten solcher Oaxrio-oiosi, die eben vom Klettern und Springen der Zie-gen den Namen haben, lobe ich mir die bescheidneDankbarkeit junger Leute, die nie vergessen, was sieihren Lehrern zu danken haben, und die, wenn mitdem Fortgänge der Jahre und des Fleißes sie solcheauch einmal worin übcrtrafen, dennoch die Namenderselben mit Schonung, Liebe und Ehrerbietungnennen, ja cS sich zur Ehre machen, ihre Schülerzu heißen. Nichts kleidet einen wirklich großenMann schöner, als dies Gewand der Bescheidenheit,wenn man siehet, daß solche keine stolze Dcmulhoder vielmehr ein demüthiger Stolz, sondern dasächte Gefühl der Erkenntlichkeit und Wahrheit ist.Biele Lehrer haben dies beneidenswcrthe Glück ge-deckt, und ich möchte es selbst zu den Vorzügen gu-ter Schulen rechnen, daß sie diesen schönen Gemein-geist der Liebe und Hochachtung gegen ihre Lehrerbey würdigen Schülern erwecken und verbreiten.Einer theilt dem andern seinen rühmlichen Enthu-siasmus mit, und wenn dieser auch zuweilen etwasüber die Grenzen sein Lob und seine Verehrung trei-ben sollte: so ist dies immer doch ein schönerer Feh-ler , als wenn die schwarze Krähe, die sich mit ent-fallenen Pfauenfedern schmückt und in sie kleidet,nun über den armen Pfau her ist, ihn zu verachtenund zu lästern. Man sehe meistens nur die derSchule entlaufenen Genies an, die gegen ihre ehe-maligen

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