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Zur Philosophie und Geschichte Theil 12 (1820) Sophron
Entstehung
Seite
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S o p h r o n.

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mit allem diesem Genie-Wesen, mit dieser Begeiste-rung, mit dieser Beredsamkeit über Sachen, vondenen man nichts weiß, mit dieser Thatigkcit inGeschäften, von denen man nichts versteht, ganzund gar keine Art hat; und ich für meinen gerin-gen Thcil habe einen Gräuel daran, wenn ich Ge-nies dieser Art predigen, sprechen, handeln sehe,lese oder höre. Lerne was, so kannst du ivas; ler-ne es recht, so kannst du es recht, und weißt, war-um du es könnest; gcgenthcils bleibst du mit al-len deinen Genie-Anlagen ein Stümper. Du ver-deckst dein Werk, wie du dich selbst verderbt hast,und man kann dir hinter allen deinen Meisterstük-kcn nichts anders sagen, als: Knabe, geh in dieSchule.

Schule ist nämlich, wo wir eine Wissenschaft,oder eine Sprache, Kunst oder ein Geschäft gründ-lich und nach Regeln lernen, wo wir uns nach die-sen Regeln üben, sie uns zur Gewohnheit machen,wo unsre Fehler uns aus Gründen gezeigt, und aufdie leichteste Art verbessert werden. In diesem Ver-stände sind Schulen für jede Wissenschaft, Kunstund Uebung die unentbehrlichsten, nützlichsten Anstal-ten: denn cs fallt nirgend ein Meister vom Himmel,und Alles, was man recht wissen und thun will,muß man lernen. Eine Wissenschaft ohne Gründe,ohne Deutlichkeit, Klarheit und gute Ordnung istkeine Wissenschaft; eine Uebung, die man aufs Ge-radewohl rhut, ist keine Vernunfihandlung, vielwe-niger ein Kunstwerk. Nun verstehet sich aber vonselbst, daß ein Lehrer die Sache wissen muß, die erlehret; folglich kann sch sie auch von ihm, und zwarbesser als von mir selbst, der ich nichts davon weiß,