SL
S o p h r o n.
scn unterhalten, und wo wir können, bessern: dennalles, was Gemeinschaft , Schule und Kirche ist, istein Institut für die Nachwelt, ein sichrer Stamm ,an welchem Jahrhunderte hin grünende Zweige spros-sen, und nützliche Früchte sich erzeugen.
III. Wie also Schulen zur Aufbewahrung undFortpflanzung der Wissenschaft, sammt altem Guten,was diese uns bringt, dienen: so dienen sie ferner zurKlarheit und Richtigkeit der Wissenschaft,zu ihrer Ausbildung und allmahligen Ver-vollkommnung. Es ist nämlich bekannt, daßein Unwissender und Schwärmer eigentlich nichts Rech-tes lehren kann, daß wer lehren will, selbst müssegelernt, d. i. sich klare und richtige Begriffe, nebsteiner Helten, leichten, faßlichen Methode müsse erwor-ben haben.- Daher sind alle Halbgelehrte so gern ge-gen den wahren Unterricht, alle dunkle Schwärmer sogern gegen den Hellen, richtigen und faßlichen Vor-trag. Sic fühlen nämlich , daß sie selbst mit ihrerWeisheit schlecht dabey bestehen, und daß ihre dam-pfige Kohlenglut gegen den Glanz und das Feuer derSonne ein schlechtes Licht seyn werde: drum fliehensie den bellen Tag , und suchen dunkle Winkel. DekSchüler soll sich selbst lehren, wie sie selbst von Gottgelehrt sind: die Muse soll ihn begeistern, weit sicihn weder erleuchten können, noch mögen. Ich. glau-be , wir sind alle darüber einig, m.. H. , dass diesfaule Fische sind. Wer etwas weiß, muß es gelernthaben, und muß eS so lange lernen, bis ers weiß.Wer etwas können will, muß es geübt haben, undmuß sich so lange üben, bis ers kann. Je allerman wird, wenigstens sc mehr d-ie Vernunft bey unszur Reift kömmt, desto mehr sieht man ein, daß es