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Zur Philosophie und Geschichte Theil 12 (1820) Sophron
Entstehung
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S o p h r o n.

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nicht zum Unterricht und zur Festhaltung in einerSchule gebracht werden konnte, leider! du sehen wirsie meistcntheils mit ihrem edlen Urheber sterben,O, daß mir es die Zeit vergönnte, hierüber die Bü-cher der Geschichte zu eröffnen, und durch hundertBeyspiele den großen Verlust zu zeigen, den dieMenschheit dadurch erlitten, daß so viele ihrer edel-sten Gedanken und Erfindungen nicht zur Schulegemacht, oder als Schule foctgcpflanzt werden konn-ten ! Wie viele schöne Blükhen einzelner denkenden Kö-pfe gingen verloren, weil sic keine Frucht bringen konn-ten : der Urheber dieser Wahrheiten und Erfindungenstarb zu früh, oder er stand auf einer Unrechten Stelle;er hatte keine, oder unwürdige Schüler: oder er konntenicht schreiben, und sein lebendiger Unterricht erlagunter drückenden Hindernissen und Mangeln. Frep-lich wäre dies ein sehr trauriges, oft beweincnswür-diges Eemählde: sein Inhalt ist indeß historischeWahrheit. Was sich aus der alten und ältestenZeit Gutes erhalten hat, hat sich durch Schulen er-halten : was sich aus Eine* unter mehrere NationenVmtrcfflich.es fortgepflanzt hat, hat sich durch Schu-len fortgcpflanzt, und mit jeder zerstörten Schuleging ein Keim für die ganze Nachkommenschaft ver-loren. Was wissen wir von den Geheimnissen derEhaldaer, Aegypter, u. f.., wenn sie auch noch soviel Gutes gehabt hatten? Nichts; mit ihren Schu-len ist auch ihre sogenannte Weisheit zerstöret. Waswüßten wir von deiner menschenfreundliche» Weis-heit, edler Sokrates, wenn du keine Schüler gehabt,wenn deine Schüler dich nicht überlebt, und deineGedanken in ikre hohe oder süße Sprache gekleide^hatten? Mit deinem Giftbecher wäre auch das Ver-