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S o p h r o n.
haben andre erfunden; das ganze menschliche Ge-schlecht ist gewissermaßen eine durch alle Jahrhunder-te fortgesetzte Schule und ein neugebornes Kind,das plötzlich dieser Schule entnommen, das dieserKette des lintcrrichts entrissen, auf eine wüste Inselgesetzt würde, wäre mit allem seinem angeborncnGenie ein armes Thier, ja in zehnfachem Betrachtelender als die Thiere. Da uns nun die Gottheitselbst in unfern schönsten Vorzügen an diese Ordnunggebunden, und unserm Geschlechts nach in eineSchule des Unterrichts gesetzt hat, außer welcher wirweder Menschen werden noch Menschen bleiben, inihr aber und durch sie alles Gute genießen, wasunsre Vorfahren vor Jahrhunderten und Jahrtau-senden gedacht, gelehrt, erfunden, und ihren Nach-kommen überliefert haben: so wollen wir uns nichtvon einer Kette reißen, die der Schöpfer unserm Ge-schlecht wesentlich gemacht, und an welche er füruns tausend unerkannte und zum Theil schon em-pfangene Wohlrhaten geknüpft hat. Lasset unslernen, was wir lernen können: denn cs ist schonda; andere haben cs für uns erfunden. Lasset unshinzuthun, was wir Hinzuthun können, damit wirin der großen Schule der Menschheit auch unfernPlatz würdig besitzen, und mehr zurücklassen, alswir empfangen haben. Dieß ist Gesetz der Natur,dies ist die von Gott selbst erwählte, heilsame Men-schenordnung.
II. Zur Fortpflanzung und Festhal-tung alles Guten in der Menschheit, aller Wissen-schaft, Kunst und Hebung gehört also, im weitlau-sigsten Verstände des Worts, Schule; wo irgendeine Erfindung, wo eine nützliche Kunst und Hebung