ich im Kreise. verständiger Männer rmd lchrbegieri-ger Jünglingen rede, so wird de» jenen die Erfah-rung, die sie selbst erlangt, bei) diesen der Zweck,den sic sich vorgcsetzt haben, gleichsam mein Mil-redner seyn, und die Anwendung, die ich der kur-zen Zeit halben übergehen muß, ihnen vollständigersagen.
I. Als Christus zum Besten des menschlichenGeschlechts sein hohes Amt antrac und dazu vom Him-mel aus selbst bestätigt wurde, war sein erstes Werk,sich Schüler zu envählen, und also eine Schulezu bilden. Zwölf Männer begleiteten ihn fortan, de-nen er Unterricht gab, die er in den Lehren, die ihmsein Vater offenbarte, nach dem Maaße, wie sie dieLehre fassen konnten, unterrichtete , die er zuletzt , daer selbst der Erde entzogen ward, an seine Stelle setz-te, und an die es sein letztes Wort war: gehet hinund lehret. Zu wohl wußte er, daß jeder Un-terricht nur durch Menschen fortgepflanzt, nur durchSchulen aufbewahrt und nützlich gemacht werden könn-te; daher stiftete er dies« Schule, und die Apostelfolgten seinem Vorbilde. Ware er, der hocherhabeneHeiland der Welt, ohne Schüler geblieben: so hätteer seine Erklärungen, die ec aus dem Schoos desVaters mitbrachtc, auch in den Schoos des Vatersbey seiner Himmelfahrt zurückgenommen: im Mundedes Volks wären seine Worte gar bald zu Rakhselnund Mährchen geworden, oder hätten sich in wenigenGeschlechtern verlohren. Nun aber, da er mit Un-terricht cmsing, da er den Unterricht zur Grundlagedes Ehristenrhums machte, und auf ihn eigentlich sei-ne Kirche baute: so konnte sich diese erhallen, sokonnte sie zum Nutzen der Welt forldauren, ja was