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Zur Philosophie und Geschichte Theil 12 (1820) Sophron
Entstehung
Seite
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S o p h r o n.

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mehr die Menschen selbst werden in kurzer Zeit wieBlumen und Bäume aus der Erde'hervorwachsen,und sich blos durch den Anblick der Sonne, durchGenuß eines himmlischen Thaucs begeisternder Mu-sen zu Wundcrgeschöpfen der Natur bilden, die unsjene glückliche Fabelzeit wiederbringcn können, inwelcher alles von selbst erwuchs, und die lebens-schwangere Erde alles, was wir sehen, ohne Saa-men erzeugte. Wie schädlich solche leere Lobpreisun-gen eingebildeter Naturkräfte der Jugend werdenkönnen, ja zum Theil wirklich geworden sind, be-darf keiner weitläuftigen Erörterung; die traurigeErfahrung, die jährlich aufschwcllcnden Verzeichnisseder Meßbücher, in welche» größtcntheils eine jungefederlose Brut sich zu den Wolken und zur Sonneschwingt, die abscheuliche Leere und Verwirrung , diein den meisten Büchern nach dem neuesten Geschmackherrschet, sammt hundert schädlichen Folgen, die da-her fließen, sind leider zu deutliche Zeugen der Zer-rüttung , die das Genicwcsen auf Kosten der Wis-senschaft und Erfahrung, die sogenannte Natur aufKosten einer regelmäßigen, strengen, bedächklichenKunst, und die gerühmte Sclbstbildung und Selbst-erschaffung auf Kosten eines sichern und nützlichenUnterrichts, den wir dem Fleiß erfahrner Lehrer ver-danken müßten, hcrvvrgebracht hat, ja wahrscheinlichso lange Hervorbringen wird, bis sich nach Gesetzender Natur der hefigte Trank, wenn er nicht trüberwerden kann, wieder aufklärt. Meine Absicht istnicht zu tadeln, oder Fehler zu rügen, zu deren Vor-trage selbst die mir gegebene Zeit in dieser Stundenicht hinrcichte; besser isis, die Wahrheit in ihrerWürde und Schönheit selbst hinzustelien, und da

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