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Zur Philosophie und Geschichte Theil 12 (1820) Sophron
Entstehung
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S o p h r o n.

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sie bildend und nützlich werden u. f. gnug fürheute! der heurige und die folgenden Tage mö-gen, was ich auslassen muß, thätlich beweisen, daßjede Wissenschaft, die hier im Gymnasium getrie-ben wird, eine schöne Wissenschaft sey, weil sienämlich angenehm und interessant gemacht, weil siemit Lust und Liebe gelernt, weil sie menschlich undbildend gelehrt werde.-

Ihr aber, werthe Jünglinge, ziehet noch beson-ders den Nutzen aus meiner Rede, daß, wenn aucheinige von euch im Begriff der schönen Wissenschaf-ten gefehlt haben, sie diesen bey Zeit verbessern.Werfet, da ihr Jünglinge seyd und Männer werdet,die Puppen des Schönen, die leeren Gras - undBlumenkränze weg, die fo bald verwelken und nach-her einen Übeln Geruch geben: liebet, was liebens-wcrth ist, in aller Gestalt, immer aber in Bezie-hung auf Wahrheit, Güte, Anwendung. Liebtund übt die alten Sprachen: sie sind die Quellenund Muster alles Edlen, Guten und Schönen: liebtPhilosophie, Theologie und Geschichte; sie nährendas Herz mit Empfindungen und erfüllen den Geistmit Gedanken: sie geben Materialien zu allem dem,was einer schönen Einkleidung fähig und werthist. Flieht nicht die Mühe des Fleißes, so baldihr Math faßt, wird die Mühe euch fliehen undsich, eben indem sie euch bildet, in Lohn, Schönheftund Süßigkeit verwandeln.

Du aber, erster Urheber, und selbst der unend-liche Inbegriff aller Wahrheit, Güte und Schönheit,laß auch diese Schule, laß auch die Uebung dieserTage zur wahren Aumuth, Schönheit, d. i. zurHerders Werke z. Phil. u.Gesch. XIl. D