S o p h r o n.
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hinaussetzen und nicht in Nachahmung, Sammlung,Aufsätzen mancherley Art üben? Hier Hort, hierliefet man z. E. Geschichte: ein schönes Fac-um, einen merkwürdigen Charakter; sagt uns nichtHerz und Seele, daß wir, wenn wir lesen, dasBuch zu lhun oder wenn wir gehört haben, dasFaktum, der Charakter, die Geschichte nach unsrerArt sammlcn und zu einem Ganzen bilden sollen?Hier hak Plutarch, Cicero, Theophrast,la Bruyere, und wie sie weiter heißen, ein sol-ches Thema, solchen Character, diese Geschichte, je-nes Eleichniß so ausgeführt; ich will den Schrift-steller vergessen, die Sache nach meiner Art ausfüh-ren und sodann vergleichen. Jetzt will ichs versu-chen, in einem Briefe, jetzt in einer Abhandlung ^in einem Gespräch, jetzt in Versen; nicht Ein unddieselbe Sache; denn das gäbe ein schlechtes Mach-werk, und jede Sache kann nur auf Eine Act ambesten vorgetragen werden: aber cs giebt ja vielerleySachen, wie cs verschiedene Arten des Vertragesgiebt, und der Lehrer wird, nachdem er seine Mey-nung gesagt und Materie hergegeben hat, billig einenjeden die Freiheit lassen, wie ers aufs beste einzu-kleiden gedenket. Gesetzt, der Lehrling brauchte auchfremde Gedanken; er braucht sie doch, wird mitihnen also bekannt, macht sie sich auf gewisse Artzu eigen, und endlich der gute, der wachsende, devselbstdenkende Lehrling wird immer weniger frem-de Gedanken zu brauchen suchen, wird sie wenigstensneu einkleiden und also auch bey jedem Dieb-stahl etwas lernen. Kurz, Lust und Lieb zum Dingmacht auch hier Müh und Arbeit gering; ohne Lustund Liebe aber ist alles, was ich gesagt habe, ver»HerdersWerke z.Phil, u.Gesch. XII, C