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Zur Philosophie und Geschichte Theil 12 (1820) Sophron
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S o p h r o n.

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wahrnehmen, wohin sein Geist, sein Herz, seineArt, sein eigner Eifer strebe: schöne Blüthen zukünf-tiger Früchte, um so schöner, weil sie unerwartet wä-ren , weil sie, wie im goldnen Alter der Welt, derreiche Schoos der willigen Erde von selbst und mitaller Mutterfreude hervorgebracht hätte. Traurigwäre jede Schule, wo alles dies liegt! wo nichts vonselbst, nichts durch edle Nacheiferung, nichts durcheigne Lust und Mühe hervorkäme; wo der reichsteBoden so viel trüge, als der ärmste. Diese TageWerdens zeigen, was von so nolhwendigen und nützli-chen Uebungen auch diese Schule, diesesrlum, ein Ort, der Uebunq heißt, zum Lobe undzur Freude unser aller hcrvorgebracht habe. ^III. Ich kanns mir kaum denken, daß nichtaus diesen Schulübungen, der täglich wachsamenAufmerksamkeit, auf den Unterricht des Lehrers unddas fleißige Treiben der Alten nicht noch mehrere undeben so frcywillig folgen sollten. Dichter z. E. erzeu-gen neue Dichter, Redner neue Redner, Philosophenneue Philosophen, wenn dazu die Gaben in der Naturdes Jünglings liegen. Nur liegen sie bey einem tie-fer versteckt als ber-m andern und müssen also sorgsa-mer hecvorgcsucht werden. Die Gabe der Dichtkunstmeldet sich am raschesten an; und ich kann mirskaum gedenken, daß nicht ein Jüngling, von einemLobgesange, einer Ode, einer schöne» Beschreibung,Handlung, oder wovon es sei) ergriffen, sich selbst,wenn es auch zitternd und sehr geheim wäre, an et-was ähnliches der Art wagen sollte. Die Erfahrungaller ausgezeichneten Menschen in Zeiten und Landernzeuget hier für mich: schon frühe versuchten sie, wassie nachher als Werk trieben, und immer war dieser