S o p h r o n.
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prägte. Ueber das Erste mag der größte Held undRegent unsrer Zeiten, der König non Preußen, Zeugeseyn, dem wohl niemand in Europa einen klaren,weitsehenden Blick absprechen wird: gute Uebersctzun-gen aus den Alten halt er für das erste Hülssmit-tel zu Bildung einer Nation und Sprache. Wienützlich sie Jünglingen seyn können, ist kaum zusagen. Sie lernen hohe, wahre, edle Gedanken inden schönsten, wohlklingendsten Worten: sie lernenbeydes in eine fremde, von der griechischen und rö-mischen so verschiedenen Sprache übertragen: sit ler-nen wahre Natur und Starke des Ausdrucks, wahreForm und psriockurrr der Rede. Dem wilden Maul-esel werden, wie Huart sagt, Seile angelegt, daßer im Gleise gehen lerne und nicht ausschlage; oderedler zu sagen, die große Form von Gedanken undSprache der Griechen und Römer geht, wenn derdeutsche Jüngling derselben nur einigermaßen em-pfängig ist, durch diese Uebungen unvermerkt in ihnüber. Nur müssen diese Uebungen liberal seyn,d. i. mit allem Fleiß und Trieb der Seele, mitLust und Liebe, mit vorhergehenden Kenntnissen bcy-dcc Sprachen und Völker und mit nachfolgendentüchtigen Verbesserungen geschehen, damit sie nichtblos, wie leider der Vorwurf oft gemacht wird, ge-zwungenes Exercitien- Schul - und Knabenwerk blei-ben. Und v wie ladet hiezu die Materie ein, dieübersetzt und in unsrer Sprache nachgebildet werdensoll! Die schöne Sachen, die schöne Gestalt, diegroßen Geister, die sie aufschrcibcn und geben, ihrNachruhm, ihr ewiggcpriesncr Name, wie freundlichund edel laden sie jeden ein, dessen Seele aus bestserm Stoff gebildet ist, und der ihre Schönheit zu