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S o p h r o m
kung bilden. Man lernt schreibend am besten, wasdie Absicht des Lehrers bey diesem, jenem Vortragesey? ob er habe erläutern, oder erweitern? ob ver-bessern oder ausbildcn wollen? Durchs Nachschrei-bcn des Erwähltesten, des Besten, was uns derLehrer sagt, bekommt man Lehrer und Arbeit gewißlieber; ja selbst das Buch lieber, über welches mangehört hat. Man liebt das letzte, mit den jugend-lichen Schulanmerkungen, die man dazu am besten,besonders, nachschrieb, noch bis in sein Altar. Dergroße Leibnitz führte auch in seinen männlichen Jah-ren feine ersten Compendien der Wissenschaften auchauf Reisen bey sich, er, der doch manche derselbenso ansehnlich verändert und vermehrt hatte, ja erstarb, von einigen Büchern solcher Art umgeben.Wie angenehm wird es seyn, wenn am letzten Tagedes Examens auch einige Nachschriften dieser Gat-tung, mit Fleiß und Urtheil verzeichnet, insonderheitvon Schülern der ersten Klaffe und äimittsnälswerden vorgclegt werden können. Ich bin überzeugt,viele Anmerkungen der Lehrer waren dessen sehr werth.
II. Ein großer Theil der Schularbeiten betrifftSprachen und klassische Autoren; eine der schönstenSchulübungen wird hiebey offenbar, nämlich U c b e r-serzung derselben; aber Uehersetzung, die mit denSchriftstellern in der Ursprache wetteifert, die ihrenGeist, ihre Form von Gedanken und Schreibart soedel, so rein und schön auszudrücken strebt, als esdie Muttersprache nur erlaubet. Nach dem Urtheilaller Verständigen stehen diese Uebungen sehr hochund sind sehr nützlich; sie sind aber auch sehr schwerfür jeden, der's versucht hat, wenn ihm der Him-mel nur einiges Gefühl der Vollkommenheit ein-