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Zur Philosophie und Geschichte Theil 12 (1820) Sophron
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S o p h r o n.

dieser stupor sokiolastivias, der sich zwischen denSchulwänden erzeugen soll, daher kommen, daß dieSeelenkräfte der Jünglinge nicht geweckt, nicht ge-übt werden; wenigstens, daß nicht alle und zwarfortgchcnd mit immer reger Gegenwart des Geistesgeübt werden, sondern oft das leere, trockne Wort-gedächtnkß der hinkende Bote scyn muß, der dieStelle aller lebendigen, wirksamen Seelenkrafte, derEinbildungskraft, des Urthcils, der Neigungen undeigner Bestreblamkcic verrieten soll. Ein armer Stell-vertreter! Was so lässig, kalt, untheilnchmend ge-hört wird, wird im Grabe des Gedächtnisses begra-ben, und steht selten wieder auf; da im Gegcncheil,sobald der Lehrer das Glück hat, seine Klasse inrege Aufmerksamkeit, ja in einen Wettstreit vonAufmerksamkeit, von eignen, sich übenden Seelen-kräftcn seiner Schüler zu setzen, und darin zu er-halten, alles sich gleich von selbst macht und fördert.Er fragt, er fragt hie und da, natürlich am mei-sten, wo am meisten zu fragen noth ist, unver-muthet, wo eine unvermuthete Frage und Antwortfür den Antwortenden und für die ganze Klaffe gutthut; aus eigner Erfahrung bin ich überzeugt, man-ches Schläfrige kann auf diese Weise geweckt werden,auch dem Gedankenlosesten gibt oder veranlasset manauf solche Weise Gedanken. Das Gleichniß desPlato, daß sich Seelen einander anfeuren, ziehenund begeistern, wie der Magnet das Eisen an sichzieht, ist wahr, und sollte insonderheit in Schulen,in dieser heiligen Versammlung, junger, munterer,leicht entzündbarer Gemülher nie bezweifelt werden. Nur freylich müssen in diesem aertarnine inAe-Niovurn Jünglinge ihren Lehrer nicht allein arbeiten