S o p h r o n.
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Es crgiebt sich, H> und H. V., daß ich vonSchulübungen ceden will: ein sehr unbestimm-ter Name, Viele denken sich an ihm nur auswendig ge-lernte Reden, oratorische Ehrien, syntaktische Exercina,oder gar logisch-metaphysische Disputationen, und rich-ten darnach ihr Unheil ein. Andre kenne» unter Ju-gendübung nichts, als reiten, fechten, springen, tan-zen, Schrittschuhlaufen, oder gar Komödien machenund sie agiren ; und fteylich die meisten dieser Künstetaugen aber zu Schulübungen nicht. Das Ur-theil der Menge ist also unbestimmt und verworren,daß der eine Theil laugnet, was der andre bejahet,und die Jugend zu beyden Seiten hinausgezerrt wird,oder sich, auf welchem Spaziergänge sie will, selbstverlieret. Eine kurze und klare Hererzählung dessen,was ich für nothwendjge, nützliche, bildende Schulübunghalte, wird also der ganze Inhalt meiner Rede seyn.
I. Die erste und nothwendigste Schulübung ist,dünkt mich, die, daß A u fm er k sa m k e i t inder Klasse erhalten wird, und alle Mittel, dieLehrende und Lernende anwenden, sich in ihr zuerhalten, sind Stücke der wahren, der nöthigstenSchulüb ung, Beym Lehrer wird ein muntrerVortrag, eine Gegenwart seines Geistes gleichsam inMitte seiner Klasse auf alle und über alle seyn, dieihn hören: denn Flamme steckt Flamme an, Ge-genwart des Geistes erweckt Gegenwart des Geistes.Eine schläfrige Klaffe hört nicht, oder hört nur halb;lernt nicht, oder lernt nur Stückwerk; am we-nigsten kann man ihr Lernen Uebung nennen,vielmehr erschlafft die Seele über solchem Hörenund Halbleinen, der Junge wird in der Schuledumm, wie man so oft sagt. Lediglich kann