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Zur Philosophie und Geschichte Theil 12 (1820) Sophron
Entstehung
Seite
22
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S o p h r o n.

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Bon Schulübungen, »781.

Uebung ist die Mutter oller Vollkommenheit.Sie muß also auch die Gehülsin, die treue Gefähr-tin jedes Lernens scyn, oder es ist zu besorgen, dosLernen selbst werde einem großen Lheile noch unnütz.Dos jugendliche Alter ist zu ollerlcy Uebung desGeistes und des Körpers geschossen; die Gliedmaßenbeydcr Theilc, Leibes und Geistes, sind noch zort,noch clostisch und bildsom. Die Jugend Hot einenUeberfluß von guten Willen und Muth, sich zuülun, in allerlei) zu üben; und die nllgemeine Er-fahrung zeigts, doß man in diesem Lebensalter durchTage weiter kommt, als sonst durch Jahre, doß,was man jetzt lernt, auch üben, auch treiben lernt,man nie vergesse, jo wenn ich so sogen darf, anjeder guten Uebung eine Form erholte, in die manzeitlebens andre schlage, Gedanken, Kräfte, Hebun-gen, Lhgtigkeiten immer nur noch der Art modle,wie man in der Jugend wirken gesehen und selbstgewirkt hat. Wenn dies Alles ist (und es ist un?widersprechlich), so sind Uebungen bey der Jugendmit Argus-Augen zu bewachen, und mit Vgter-blicken zu übersehen und zu lenken: Statt in derschönsten Begebenheit die Seele erschlossen zu lassen,wird man sie üben, täglich auf jugendliche Weised. i, munter und frey üben, man wird den AckerNicht nur besäen, sondern auch bearbeiten, doß ergewisse und schöne Frucht zeuge.