S o p h r o n.
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Anwendung im Kopf Huben oder die Wissenschaftselbst, ihre Lehrsätze und Anwendung gelernt Huben;denn oft sieht mun, duß wer sich un diesen überzuk-kerten Wisscnschuften, oder vielmehr an solchem fal-schen Zucker, womit seine Wissenschaft überzogenwar, satt genascht hat, nachher nie die Anfangsbittre, aber nachher gesunde und stärkende Wurzelzu kauen mehr Lust hat. Was Huts für einen Nuz-zen gebracht, daß man alle philosophische Wissen-schaften plötzlich in mathematische Form goß? Istein einziger mangelhafter, unstätcr, dunkler Begriffdadurch vollkommen, fest und klar worden, daß mandie Namen Axioma, Demonstratio über siesetzte? Und so wirds kein Fünkchen mehr Nutzenbringen, wenn man die leibnihische und newtonischePhilosophie xonr les äsrnes et xonr Iss enksntseinrichtet. Die Philosophie in solcher Tracht wirdselbst Dame, wird selbst Kind; sie verliert aber da-mit Endzweck, Würde, Bestimmung. Ein gleichesist» mit Sprachen, die man, als obs keine Spra-chen wären, aus eingebornen Begriffen, ohne Ge-dächtnis, Mühe und Grammatik lernen soll. DasLernen ist auch darnach und ist in weniger Zeit einsanftes Bergesscn geworden. Ins feuchte Wasser,in leichten Sand ist Alles leicht geschrieben, und wirdauch wie auf feuchtem Wasser, wie in leichtemSande glücklich verwehet. Die Seche hat keine Na-gel, woran sic, was sie lernte, aufgchangcn und mitihnen in sich cingeheftet hat, die Regeln der Gram-matik sind Nägel, Mühe des genauen Lernens undWicderholcns ist die Einheftung derselben; dafüraber stecken sie auch fest und lassen, selbst wenn, siemit Gewalt hcrausgerisscn würden, Spuren nach
sich.