S o p h r o n.
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Der Naturlehre und Mathematik setze ich dieNaturgeschichte, die Geschichte und Geographie zurSeite: sie gründen sich zum Theil auf jene undsind mit ihnen gewachsen. Seit man die Erde phy-sisch , historisch, mathematisch, geographisch mehrkennen gelernt, sind aus den genannten Wissenschaf-ten eine Menge Fabeln entwichen, die vorher zumangenehmen Popanz der Kinder darin standen. Mankennet mehr Welttheile, mehr Geschöpf- und Na-turarten, und kennet sie besser: durchs Band derSchifffahrt sind uns entfernte Lander naher gewordenund weil so viel Reisende, weil ganze und mehrereNationen sie kennen lernen, darf man von ihnennicht mehr so ungeheuer lügen. Aus den dunkelnJahrhunderten der Geschichte sind eine Menge Fa-beln, ungewisse und übertriebene Dinge entwederausgetrieben oder gcbrandmahlt und es wird wenig-stens nicht auf sie, als.auf den Hauptzweck und dasHauptvergnügen der Geschichte gerechnet. Der Kna-be bekommt also eine bessere Geschichte, Geographieund Naturgeschichte zu lernen, als man vor ein paarJahrhunderten lernen konnte.
Die philologischen Wissenschaften sind denen,die ich bisher genannt, nicht mit gar ungleichemSchritt gefolget. Unter einer Menge philologi-scher Meynungen, Lese - und Erklarungsartcn hatman mit der Zeit die Auswahl des Besten gemachtund theils eine Sammlung guter Ausgaben der al-ten Schriftsteller, theils einen Vorrat!) auserwahlterguter Hülfsmittel zu Stande gebracht, die manJahrhunderte vorher nicht hatte und haben konnte.Viele und vieler Augen sehen mehr als die AugenEines; selbst bey Einem Menschen lehrt Ein Tag