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Zur Philosophie und Geschichte Theil 12 (1820) Sophron
Entstehung
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S o p h r o n.

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merkt, unbelohnt, ungepriefen, aber vor Gott mWim Stillen bauest. Verzage nicht, guter Arbeiter,wenn das Werk langsam steigt: alles Gute gedeihetlangsam, aber es währet ewig wie Gott ist! unddeine Pflanzen, deine Zöglinge werden, wenn duAsche bist, Dich in deinem Grabe segnen.

Und du also, die mein Wort gilt, Jugend die-ses Gymnasii! ich wünsche es und alle Guten wün-schcns mit mir, dich eine blühende Jugend nennenzu können: eine Jugend, auferzogen in Zucht undguter Ordnung; die täglich bedenkt: wozu sie hierse», nämlich geübte Sinnen zu bekommen, zum Un-terschiede des Guten und des Bosen, und sich also,wie in Sprachen und Wissenschaften, so auch inFleiß, Sittsamkeit, Mühe, Eifer, Strenge undallen guten Tugenden zu üben, ohne die ihr nichtsseyd und nichts werdet. Ein guter Kopf bey einemschlechten Herzen ist wie ein Tempel bey einer Mör-dergrube, und gute Wissenschaften ohne Sitten, ohneErziehung ist wie eine Perle im Koth. Zucht undOrdnung, Sittsamkeit und Bescheidenheit zieren je-den Menschen, vornehmlich einen Jüngling: sie sinddas Kleid der Ehre, das ihm wohl anstehet und' indem ihn jedermann liebt. Ordnung und Fleiß inden Klassen, Achtsamkeit gegen seinen Lehrer undstiller Gehorsam sind Ruder und Steuer des Schiffs:ohne sic ist Schule und Schiff verloren. Eine Klasse,die ihren Lehrer nicht hoch hält, die sich nicht sagenlaßt, in der Unordnung im Kommen und Gehen, imHören und Arbeiten, in der Schläfrigkeit undNichts-thuerey herrschen, ist ein Grab voll Todtenbeine undUnflath: in ihr kann nichts Guts gedeihen. Der

beste Lehrer arbeitet fruchtlos und die schönste Gele-