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Zur Philosophie und Geschichte Theil 12 (1820) Sophron
Entstehung
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S o p h r o n.

sen wir; wir können nur so viel, als wir geübthaben: dies gilt in Sprachen, Wissenschaften, Sit-i ten und schönen Künsten. Eine Schule also, die

^ viel Zucht, viel und strenge Uebung im Guten und

^ allerley Guten hac, dazu die Jugend gebildet werden

" soll, das ist eine gute Schule. Ein Gymnasium,

i das sowohl in Tugenden als in Fähigkeiten ein tag-

H licher Kampfplatz edler jungen Seelen wird, die im

? Fleiß und Nacheiferung ringen und sich üben; nur

das ist ein wahres und gutes Gymnasium. Wodiese Zucht, diese gute Wissenschaft- und Sitten-> Übung nicht ist, da ist ein todtcs Meer und wenn

alle Musen darin und darum wohnten!

^ Ich sage, todtes Meer, und wähle mit

Fleiß diesen Ausdruck, denn eine Schule ohne Zucht! ^ und Uebung ist nicht nur stillstehend und m ü s-

sig, sondern auch übel dünstend und giftig.Jugend muß gebildet werden, oder sie mißbildet sichselbst: dazu eine Menge Jugend: Eins verführt dasAndre. Kann ein räudig Schaaf eine ganze Heerdeanstecken, wie denn nicht ein ruchloser Schüler eineganze Klasse und Schule. Er bekommt sehr baldMitgehülfen und Brüder, die laut oder im Stille»: fortwirken: bis endlich eine ganze Schule verpestet

werden kann und notarri irrkarrüus davon trägt.Weh ihr, wenn sie diese einmal hat! wenn Einmalböse Sitten in ihr Wurzel geschlagen! Eine Schulestirbt nie aus, bis sie ganz erstirbt: eine Klassegeht und kommt und bleibt und pflanzt sich immerfort mit allen Methoden und Gesinnungen, die inihr herrschen, mit Sitten und Neigungen, die zuihr gehören. Oft spürt der Lehrer von einem bösenSchüler den Nachgeruch noch lange nachher, nach-