S o p h r o n.
gelernt hatten, wenn ihnen das beste Lernen fehlte,alles ihr Gelerntes gut an wenden, oder auch nurgut ordnen und fortbildcn zu wollen. Sie kamenaus der Schule oder vielleicht, sie entzogen sich garder Schule, um zu vergessen oder Alles auf dieschlechteste Art zu brauchen. Die Absicht zum Wohlder Welt und zu ihrer eignen Wohlfahrt etwas zulernen, war nicht ihr Zweck: dazu war ihre Seelenicht gebildet: sie überlassen sich also den Lüsten,
der Freyheit, der Ausschweifung. Da steht er nunder verdorrte Baum, da liegt seine reiche, schöneaber leider verwelkte Blüthc! Eltern, Freunde, An-gehörige weinen, alle Freunde guter Fähigkeit undAnlage, alle Liebhaber der Menschheit weinen: dennder schöne Baum ist dahin! Seine Jugend dahin
— und kommt nicht wieder in Ewigkeit —
Dahin seine blühenden Seelenkrafte und alle Hoff-nungen, die man von ihm faßte: für diese und viel-leicht auch für jene Welt ist er verloren. Blutearmes Herz der Eltern, blute; und wer ihn ver-führt oder vernachläßigt hat, fühle Flammen derFurien in seinem Busen und vergeltende Rache treffeihn und die Seinen-
Ich habe den Fall gesetzt, daß noch Wissen-schaft en oh n e S it te n keimen , und die guteleichte Anlage manches hervortreiben könne, das wirin jünger» Jahren gerne als Hoffnung ansehen undlieben; wie selten ists aber, daß selbst Eins ohnedas Andre aufgehe oder keime? Die vernachlaßigteSchulzucht, welche Hindernisse macht sie selbst inden Wiffeuschaften und im Lernen? Ein Lehrer,der kein Ansehen in seiner Klaffe hat, habe er
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