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Zur Philosophie und Geschichte Theil 12 (1820) Sophron
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S o p h r o n.

und Backel verstehen wollen; so lege ich gleich der,damals gegebnen richtiger!, Begriff zum Grunde, denauch der berühmte Ernesti in seiner Abhandlungvon der christlichen Discip! in wohl auseinan-der gesetzt hat, daß nämlich zu dem, was wir Dis-ciplin, Zucht, nennen, insonderheit gute

Gesinnungen, Anstalten, und Uebungengehören zu dem Zweck, dazu man uns ziehen underziehen will. Zur Schulzucht gehören also auchrichtige Gesinnungen, Anstalten undUebun-gen zu dem Zweck, wozu wir i» der Schule sollengezogen werden. Und da dies kein andrer, als dieGlückseligkeit und manchcrley Nutzbar-keit des Menschen, des Christen, des Bür-gers ist in den manchcrley Standen und Zustande»,wozu ihn die Vorsehung bestimmt hat, so wird manbey allem, was Schuldisciplin heißt, auf die-sen Zweck des Lebens hinausschaucn und der goldnenRegel: non sclrolns sscl vitas ciiscencluin überalleingedenk seyn müssen, woher sich denn die Nv-l,-wendigkeit und Nutzbarkeit einer gutenSchulzucht in allen ihren Theilen von selbst er-gibt.

Was soll nämlich aller Kram der Wissen-schaften und des Gedachtniß-lernens, wennunsre Seele dadurch nicht zu guten Gesinnungengebildet, wenn unser Herz und Leben nicht durchgute Uebungen genährt wird? Ich will mich nichtauf den alten, aber sehr wahren Ausspruch berufen:gui prosicZt in litsris sta. die Thal und dasBeyspiel mancher mißrathenen Jünglinge mag cszeige». Was halft ihnen, daß sie viel wußten, vielFertigkeit und Fähigkeit, daß sie viel, wie sie sagen,