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der Humanität.
Ich. Wie könnte das verboten seyn.
E r. Aber geboten kann cs doch auch nicht seyn ;durch bürgerliche Gesetze nicht geboten. Denn bür-gerliche Gesetze erstrecken sich nie über die Grenzenihres Staats. Und dieses würde nun gerade außerden Grenzen aller und jeder Staaten liegen. — Folg-lich kann es nur ein opus suxsreroAatwm seyn,und es wäre blos zu wünschen, daß sich die Weisestenund Besten eines jeden Staats diesem oxsrl suxer-evoZato freiwillig unterzögen.
Ich. Recht sehr zu wünschen.
Er. Recht sehr zu wünschen, daß es in jedemStaat Männer geben möchte, die über die Vorur-theilc der Völkerschaft hinweg waren und genauwüßten, wo Patriotismus Tugend zu seyn aufhöret.
Ich. Recht sehr zu wünschen!
Er. Recht sehr zu wünschen, daß es in jedemStaat Männer geben möchte, die dem Vorurthcilihrer angcbohrnen Religion nicht unterlagen;nicht glaubten, daß alles nochwcndig gut und wahrseyn müsse, was sie für gut und wahr erkennen.
Ich. Recht sehr zu wünschen l
Er. Recht sehr zu wünschen, daß es in jedemStaat Männer geben möchte, welche bürgerlicheHoheit nicht blendet, und bürgerliche Geringfügig-keit nicht eckelt; in deren Gesellschaft der Hohe sichgern herablaßt, und der Geringe sich dreist erhebet.
Ich. Recht sehr zu wünschen!
Er. Und wenn er erfüllt wäre, dieser Wunsch?Nicht blos hier und da; nicht blos dann und wann.Herders Werke z. Phil. u. Gesch. X. V b II.