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Zur Philosophie und Geschichte Theil 10 (1820) Adrastea ; 2
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der Humanität.

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Auch darüber wollen wir uns also nicht wun-dern, wenn gewisse alte Aestc und Zweige unsererVerfassung nicht mehr so viel Eulrur erbalten, alsehmals. Man füblt, daß sic dürre Acste sind undwünscht junge Sprossen a» ihre Stelle. Lasset unsdie beklagen, die als fruchtbare Zweige auf einemdürren Ast stehen; lasset uns die tadeln, die den Astverdorren ließen oder ihm seinen Saft entzogen; dieAchtung und Mepnung der Zeit aber kann sich nurnach dem was da ist, nicht was cs ehemals war oderkünftig seyn wird, gestalten. Jedes der Menschheiterwiesene Unrecht rächet aufs fürchterliche sich selbst;und wehe, wem der Glaube oder Nichtglaube hieranmit Spott und Verachtung in die Hand kommt.

Stande veralten; mithin verjüngen sich auchStände. Es ist Ein und dasselbe Gesetz der Natur,bas diese Seite des Rades hinunter, jene cmporkehrt.Neuen Most, sagt das Evangelium, fasse manin neue Schläuche; so werden sic beideerhalten.

Was hilft es, gegen die Vorurtheile der Er-ziehung Klage erheben? Man beßre die Erziehung,so fallen die Klagen weg. Philosophie aber kanndies nicht allein lhun; sic ist nur der linke Arm,Negierung ist der rechte Arm der Menschheit. Nurmit beiden läßt sich das große Werk, und alsdannsehr leicht vollsühren.

Was nützt es, über ungeschaffene oder halbge-schaffene Menschen zu klagen, deren Ausbildung jauns allein überlassen ward? Dem trägen Erdkloshauche Ldcm des Lebens ein; er swird sich munterbewegen, und dir fröhlich danken.