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Zur Philosophie und Geschichte Theil 10 (1820) Adrastea ; 2
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370
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37" H- Briefe zu Beförderung

muß fürchten machen, daß er sich nicht getraue, selbstzu untersuchen, was man ihn verehren gelehrt hat.

Was Ihr von unfern Deutschen Bischöfen sagt,ist nur ;u wahr; sie werden fett von den Zehendcnaus Zion. Aber im heiligen römischen Reich machendas Herkommen, die goldne Bulle und dergleichenalte Thorheiten die cingeführten Mißbräuche ehrwür-dig. Man siebet sie, zuckt die Schultern, und dieSachen gehen ihren Gang fort. Den Fanatismuszu vermindern , muß man an die Bischöfe noch nichtrübren; aber die Mönche, insonderheit die Bettcl-mönche muß man vermindern. Damit wird dasVolk kühler, und wird den Mächtigen überlassen,die Bsschöfe allgemach zum Besten des Staats zudisponiren. Dies ist der gangbare Weg. Allmählichund obn' alles Geräusch das Gebäude der Unver-nunft untergraben, heißt es selbst fallen machen. Inder Lage, in welcher der Pöbel ist, muß er Bullenund Breve geben, wie seine geliebten Söhne sie ir-gend verlangen; diese Macht auf den idealischen Cre-dit des Glaubens gebauet, mindert sich wie sich derGlaube mindert; und wenn an der Spitze der Na-tionen nur einige Minister sind, die sich über diegemeinen Vorurthcile erheben, so macht der heiligeWater banguerot. Schon sind seine Wechsel undPapiere zur Hälfte im Mißkredit. Ohne Zweifelwird die Nachwelt den Vortheil genießen, frei denkenzu können, und keine Auftritte meh" zu sehen, wiesie Toulouse und Amiens zeigten.