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Zur Philosophie und Geschichte Theil 10 (1820) Adrastea ; 2
Entstehung
Seite
329
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Zubald nimmt der Dichter einseitige Parthe,, undthut der besten Sache, (geschweige einer schwachen,wankenden) mit dem besten Willen Schaden. Da-durch schwächt er die gute Wirkung seiner Gedichteselbst: denn in kurzem ist die Situation der Zeit

vorüber; man stehet die Dinge anders an; man be-handelt ihn als einen abgekommenen Barden. Alsobleibe die Poesie in ihrem reinen Aether, der Sphäreder Menschheit,

coetusgue vulgares ei vllom

Lpernar liiiuiauum kugleuie peuua,

In diesem höheren, freieren Raume begegnensich alle politische Meynungcn als Freundinnen undSchwestern: denn im' Elysium wohnt keine Feind-schaft.

Sehr gut also, daß unsre Musenalmanachsäußerst wenige politische Oden mit sich führen. Baldwürden zween gegen einander im Streit liegen; undüberhaupt ists doch nur Spiel, wenn Genien mitWaffen der großen Götter spielen.

Das aber glauben Sie, daß die Poesie als eineStimme der Zeit unwandelbar dem Geiste derZeit folge; ja oft ist sie eine Helle Weissagung zu-künftiger Zeiten. Lesen Sie in Stollbergs Jam-ben , ryög. gedruckt, (S. 66) den Rach und mehrereGedichte; lesen Sie mehrere, frühere und spätere,Oden Klopstocks, und läugnen noch, daß auchauf deutschen Höhen oder in ihren Thalern ein pro-phetischer Geist der Zeiten wche. Schade nur, daßer nicht vernommen wird: denn um aller DeutschenRedlichkeit willen, welcher Mann von Geschäften