33o II. Briefe zu Beförderung
läse ein Gedicht, um in ihm die Stimme der Zeitzu hören! —
Wir, meine Freunde, wollen den Gurten derGrazien und Musen in der Stille bauen. Verstän-diger Homer, edler Pindac, und ihr sanftenWeisen, Pytagoras, Sokrates, Plato,Aristoteles, Epikur, Zeno, Mark-Au-to n i n , Erasmus, Sarpi, G rotiu s, F e-nelvn, St. Pierre, Penn, Franklin,sollt die heiligen Mitwohner unsrer friedlichen Gar-ten werden. Das aufschießende Korn bedarf man-cherlei Witterung; die Saat in der Erde will Ruheund milden erquickenden Regen.
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Milden erquickenden Regen wünschet die kei-mende Saat der Humanität in Europa ; keine Stürme.Die Musen wohnen friedlich auf ihren heiligen Ber-gen , und wenn sie ins Schlachtfeld, wenn sie in dieRathskammern der Großen treten, entbieten sie Frie-den. Eine edle würdige That zu loben ist ihnen einsüßeres Geschäft, als alle Flüche Alcaus oder Acchi-lochus auf taube Unmenschen hcrabzudonnern.
Wenn es z. B. in unfern Zeiten einen Regentengäbe, der an seinem Theil dem barbarischen Men-schen - Erkauf im andern Welttheil entsagte, unddamit andern Staaten zu ihrem Ecröthen ein Bei-spiel gab; wenn er nach Jahrhunderten der erstewäre, der die Sklaverei willkührlicher Frohnen und