32 b II. Briefe zu Beförderung
Ihr, denen zwanglose Völker der Herrschaft Steuer
vertrauten,
Fuhrt ibr durch Flammen und Blut sie zur Glückse-ligkeit Hafen?
Was wünscht ihr, Vater der Menschen, noch mehrere
Kinder? Isis wenig
Viel Millionen beglücken? Erforderts wenige Mühe?
O mehret derjenigen Heil, die eure Fittige suchen,
Deckt sie, gleich brütenden Adlern. Verwandelt die
Schwerter in Sicheln,
Erhebt die Weisheit im Kittel und trocknet die Zäh-ren der Tugend.
Die rührende Stimme seines Grab- und G e-burrsliedes, feine Sehnsucht nach Ruhe,sein Abschied hinter Cißidcs und Paches töntnoch jedem Leser ins Herz, nachdem der Dichter dieGesinnungen seiner Seele mit Leben und Blut ver-siegelt. So ists mit den patriotischen Oden Uz,Klopstocks; und der Preußische Kricgssanger isteben sowohl Volks - Friedens-Staatssanger gewor-den, hat bis auf die neuesten Zeiten fast an jedergroßen Angelegenheit Antheil genommen, die seinemGesichtskreise irgend nur nahe lag *)-
Aber, m. Fr., nach unsrer Lage der Dinge halteich das zu nahe, zu starke Thcilnchmen der Dichteran politischen Angelegenheiten beinahe für schädlich.
*) Seitdem sind Gleims Zeitgedichte in derSammlung erschienen, die keinem, der amGeiste der Zeit Antheil nimmt, uninteressantseyn kann.