3r6 !I. Briefe zu Beförderung
diges, daß eine spätere Zeit gewiß beßer und sichrerverfolgen wird, was Er hie und da übereilt angab.Vielleicht trauete er gelesenen Theorien zu sehr, thalgroße Schritte, und lebte nicht lange genug, seineSchritte zu behaupten.
A. Welchen Widerstand hat er auch hierin er-fahren !
B. Einen größeren, als ihm selbst die Pfaffenin ihrem Kreise entgegensetzen konnten. Der Wi-derstand wird immer wieder kommen, sobald ein Re-gent sich des Landmanns annimmt, zumal in denenvon Slavischcn Nationen bewohnten Landern. Hiergilts aber, was Kaiser Sicgmund sagte: „wer überein Ding nicht springen kann, muß drunter weg-kricchen."
A. Das dünkte Joseph nicht der königliche Weg.
B. Drum ist er auch dem Sprunge erlegen.Alles , m. Fr., laßt sich in der Welt nicht auf ein-mal , nicht mir Gewalt ausführen, dazu ohne Ge-hüsten, ohne Werkzeuge, woran cs dem Kaiser sosehr fehlte.
A. Das wundert mich indeß, daß er auch dasVolk nicht mehr gewann, gegen welches er doch sopopulär war. Er suchte das Beste desselben so ent-schieden ! —
B. Stieß aber dabei auch das Volk in Manchemso vor die Stirn, beleidigte unschuldige, ja ange-nehme Vorurlheile desselben so sehr, daß der armeHaufe von Pfaffen und andern sich gegen seinen eig-nen Wohllhätcr selbst ins Netz jagen ließ.