304 II. Briesse zu Beförderung
ja! er hat Vieles, fast zu Vieles gesehen. Nichtnur die Lander Europa's, die er bereiscte; nicht nurdas Innere seiner Lander, die er als Erbe und Mit-rcgent früh und lange genug, bis zum kleinsten De-tail , kennen lernte; nicht dies nur! Er sah eben da-mit auch Gruben des Schlammes, die ihn erbitter-ten , Pfützen und Moraste von Untreue, Schwelge-rei, Ueppigkeit, Trägheit, Unordnung, die er mitGewalt ausfüllen und zum gesunden Garten machenwollte, und in deren Abgrunde er erliegt. Der Un-rath schlagt über ihm zusammen, und vielleicht kommtdie ganze alte Verfassung wieder.
B. Das wollen wir nicht glauben. Er bekommteinen Nachfolger, der ein geprüfter Haushälter, einversuchter Regent ist, von dem Joseph selbst zumTheil gelernt und geborgt hatte —
A. Und doch wollte Er, fast ohne Ausnahme,der letzten Absicht nach, lauter Billiges, Nützliches,Gutes! Ost war, was er wollte, nur Erste Pflichtder Vernunft, der Humanität, der gesellschaftlichenRechte; an etwas Außerordentliches und UebcrfcineSwar wahrend seiner Regierung lange noch nicht zudenken. Dennoch erregt er in allen Provinzen undLandern, auch bei Standen, denen er am meistenhelfen wollte, murrende Unzufriedenheit; er stirbtbeim Ausbruch eines allgemeinen Ungcwitters, deSAufruhrs in seinem weiten Reiche —
B. Wollen wir nicht, m. Fr., diesen Ort ver-lassen , wo die Todtcnglockcn uns übertauben? Washilft über einen Unglüchsfall das bloße Staunen?Wir wollen freie Luft suchen und uns darüber freiunterreden.
(Wir