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292 II. Briefe zu Beförderung
abergläubige Idee; wenn man in den E-ouliffcn ist,sieht man, daß die größten Zaub.ccscenen durch djegemcitlstcn Triebfedern, durch Taugenichtse hervorge-bracht werden, die, wenn sic sich öffentlich, wie siesind, zeigten, nur den Unwillen des Publikums aufsich ziehen würden. Betrug, Hinterlist, Doppel-sinn, Treulosigkeit sind unglücklicher Weise der herr-schende Charakter der meisten Menschen, die an derSpitze der Nationen stehen , und ihnen Exempel seynsollten. In solchen Fallen ists dcmüthigend, da»menschliche Herz kennen zu lernen; tausendmal schonhabe ich meine liebe Einsamkeit, meine Studien,meine Freunde, meine ehemalige Unabhängigkeit zu-rückwünschend bcdauret. (07-,2.)
„Meine Ode auf den Krieg enthalt meine wah-ren Gedanken. Man unterscheide den Stand desMannes von ihm selbst; man kann Krieg führenaus Gründen, ein Staatsmann seyn aus Pflichtrmd ein Philosoph aus Neigung. Fast nie sind dieMenschen an Platzen, die sie sich selbst wählen wür-den ; daher giebts so viele schlechte Schuster, schlechtePriester, schlechte Minister und Fürsten. (1749.)
„Hier ist eine Apologie der armen Könige,über die jedermann glossiret; und doch beneidet jederihr vorgegebnes Glück hundertmal. Die Versisika-lion ist unvollkommen; dies Studium erfordert einenMenschen ganz; mich ziehen laufend Pflichten,