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Zur Philosophie und Geschichte Theil 10 (1820) Adrastea ; 2
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der Humanität.

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ihn die traurige Lage der Leidenden rühren, wennsein Herz irgend Empfindung hat, werden sie Hülsebei ihm finden.

Ein Fürst ist gegen sein Volk, was das Her;dem Körper ist. Dies empfangt das Blut aus allenGliedern, und stößt es mit Gewalt bis an ihre aus-serstcn Enden zurück. Der Fürst empfangt die Treueund den Gehorsam seiner Unterthanen; er gicbt ihnenUebcrfluß, Glückseligkeit, Ruhe, und was irgendzum Wachsthum und zum Wohl der Gesellschaft lhunkann, wieder.

Dies sind Marimen, die im Herzen jedes Men-schen von selbst entspringen müssen; das Gefühl giebtsic, wenn man nur etwas nachdenkt; man hat kei-nen großen Eursus der Moral nöthig, um sie zulernen.

Tyrannen betrachten die Sache anders. Siesehen die Welt, als für sie geschaffen, an; und umüber gewisse gewöhnliche Unglücksfalle erhaben zu seyn,verhärten sie ihr Herz vor denselben. Wenn sic ihreUnterthanen unterdrücken, wenn sie hart, gcwalttha-lig und grausam sind: so kommt dies daher, daß siedas Böse nicht kennen, das sie verüben; sie habenes nie selbst gefühlt, darum gehen sie so leicht dar-über. Sie sind nicht im Fall des Mutius S c ä-vola gewesen, der vorm Porsenna die Hand insFeuer steckte, und dadurch die Wirkung des Feuersauf seine Hand wohl kennen lernte.

Mit einem Wort. Die ganze Haushaltung deSmenschlichen Geschlechts ist eingerichtet, um Men-schenliebe einjuflößen. Die Aehnlichkeit der Men-