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seine eignen ?lufsatze in Versen blos als Reimereienzum Vergnügen, in Profe als Hebungen zu Ent-wicklung seiner Gedanken an, und spricht von ihnenohn' alle Anmaßung. Diese Bescheidenbeit ist, wieman offenbar sieht, kalte Ueberzeugung; ! er fühlt,was ihm fehle, und warum er nicht seyn könne,was z. B. Voltaire war. Er will» auch nicht seyn:denn er fühlt seinen größern Beruf, ob er gleichden andern, ein großer Schriftsteller zu seyn, alsangenehmer erkennet und in Augenblicken desEnthusiasmus fast zu beneiden scheinet. Bald abersetzt sein Geist sich ins Gleichgewicht; „gesunderVerstand, meynt er, ein edler Trieb zur Ehre, undunausgesetzte Thatigkeit scy seine Gabe, die wolleund müßc er auf seiner Stelle ausbilden, anwendcnund gebrauchen."
Fast unglaublich ists auch, wie weit er in diesenPunkten nicht etwa nur Voltaiccn, sondern auch sei-nen sammtlichen correspondirenden Freunden überle-gen ist. Wenige, aber große Grundsätze liegen alsunerschütterliche Fundamente in seiner Seele; wenigeaber feste Maximen sind seine treuen Gefährten, aufdie er zuletzt, und als König oft mit sehr leichterMühe, alles zurückführt. Einige derselben wolltenihm im siebenjährigen Kriege zuweilen untreu werden ;er nimmt aber seine große Seele ztffammen, und ver-beißt die verachtende Bitterkeit, mit der er inson-derheit die Regierungen der Welt, ihre Unterhänd-ler und Werkzeuge, wohl auch den größeren Lheildes menschlichen Geschlechts ansieht. Ganz scheinter indessen von dieser zu langen und großen Ueber-strengung sich nie wieder erholt zu haben; sein Geist