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Zur Philosophie und Geschichte Theil 10 (1820) Adrastea ; 2
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der Humanität.

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Werkstätte ist das gesammke Deutschland. Je meh-rere und leichtere Boten allenthalben her, allenthal-ben bin gelangen; desto mehr wird die Mitthciiungder Gedanken befördert, und kein Fürst, kein Königwird diese zu hemmen suchen, der die unendlichen Vor-theile der Geistes-Jndustrie, der Geistescultuc, dergegenseitigen Mitteilung von Erfindungen, Gedan-ken, Vorschlägen, selbst von begangenen Fehlern undSchwächen einsieht. Jedes dieser Stücke kommt derMenschen - Natur, mithin auch der Gesellschaft zugut; der Fehler wird entdeckt, der Jrrthum wirdgebessert, Gedanke weckt Gedanken, Empfindungenund Entschlüsse regen und treiben. Denn das ist ebendie große und gute Einrichtung der menschlichen Na-tur, daß in ihr, wenn ich so sagen darf, alles imKeim da ist, und nur auf seine Entwickelung wartet.Entschließet sich die Blüthc nicht heute: so wird siesich morgen zeigen. Auch alle möglichen Antipathiensind in der menschlichen Natur da; jedem Gift istnicht nur sein Gegengift gewachsen, sondern die ewigeTendenz der waltenden lebendigen Kraft geht dahin,aus dem schädlichsten Gift die kräftigste Arznei zubereiten. Ach, die Extreme liegen in unsrer enge-beschrankten Natur so nahe, so dicht bei einander,daß es oft nur auf einen geschickten Fingerdruck an-kommt, aus dem Einfalls- den Absprungswinkel zumachen, da unabänderlichen Gesetzen nach beide inihrem Verhältnis einander gleich sind. Gedanken zuhemmen; dies Kunststück hat noch keine irdischePolitik erfunden; ihr selbst wäre cs auch sehr unzu-träglich. Aber Gedanken zu sammeln, zu ordnen,zu lenken, zu gebrauchen; dies ist ihr, für alle Zei-ten hinaus, unabsehlicher großer Vortheil.

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