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Zur Philosophie und Geschichte Theil 10 (1820) Adrastea ; 2
Entstehung
Seite
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der Humanität.

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bin Athanasium; ein MncmaionDeutschlands ? Wahrlich unser Vaterland ist zu be-klagen, daß eS keine allgemeine Stimme, keinenLrt der Versammlung hat, wo man sich sämmtlichhöret. Alles ist in ihm zertheilt, und so manchesschützet diese Zerthcilung; Religionen, Seelen, Dia-lekte, Provinzen, Regierungen, Gebrauche undRechte. Nur auf dem Gottesacker kann uns etwaeine Stelle gemeinsamer Ueberlegung und Anerken-nung gestattet werden.

Aber warum nur hier? Arbeiten nicht in allen,vom höchsten bis zu den niedrigsten Standen, sicht-bare und unsichtbare Kräfte, diese gemeinsame Ueber-legung und Anerkennung zu erleichtern, zu bewirken?Ein Theil Deutschlandes hatte sich vor dem andernmit unleugbaren Fortschritten ein großes VorhauSgegeben; der andre Theil eifert ihm nach, und wirkönnen bald an der Stelle scyn, ein Ebcnmaas zufinden. Jeder biedre Mensch muß sich bestreben,dieses zu fördern, und glücklicher Weise scheinen mirDiejenigen, die die biedersten Deutschen seyn sollen,die Fürsten, auf denselben Weg zu treten. Gewiß,der Unterschied der Religionen macht es nicht: dennin allen Religionen Deutschlands giebt es aufgeklärte,gute Menschen. Der Unterschied von Dialekten, vonBier- und Weinländcrn macht cs auch nicht, waSuns von einander hält und sondert; ein leidiges Staats-interesse, eine Anmaßung mehreren Geistes, mehre-rer bultur auf der Einen, auf der andern Seitemehreren Gewichts, mehreren Reichthums u. f. warHerders Werke z.Phil. u. Gesch. X. S