2L4 n. Briefe zu Beförderung
aus der Bude des Lichtziehcrs in die Werkstätte desMesserschmiedes, in die Buchdruckerei, von Bostennach Neu-Uork, nach Philadelphia, London u. f.und bemerken, wie er allenthalben zu Hause ist, sichzu finden weiß, Freunde gewinnt, überall ins grössereAllgemeine blickt und in jedem Verhaliniß einen fort-strebenden Geist zeiget. Die Gallerie seiner Bekann-ten und Mitgenosscn, die er dabei aufstellt, wiedieser hier verdirbt, dort jener zu Grunde geht; undwie Er dies oft voraussichet und zu seinem Bestengebrauchet, ist äußerst lehrreich. Für junge Leutekenne ich fast kein neueres Buch, das ihnen so ganzeine Schule des Fleißes, der Klugheit und Sittsam-keit seyn könnte, als dieses. Und wie ruhig ists ge-dacht! wie angenehm-scherzhaft erzählt der liebens-würdige Alte I Glücklich, wer auf sein Leben zurück -schen kann , wie Franklin, dessen Bestrebungen dasGlück so herrlich gekrönt hat. Nicht der Erfinderder Theorie elektrischer Materie und der Harmonika istmein Held, (obwohl auch in diesen ruhmwürdige»Erfindungen Ein und derselbe Geist wirkte;) der zuallem Nützlichen und Wahren aufgelegte, und aufdie bequemste Weise werkthätige Geist, Er derMenschheit Lehrer, einer großen Menschengcsellfchafr.Ordner sei unser Vorbild. Auch außer denen ihmfreilich äußerst vortheilhaflen Zeit- und Landes-umstanden mag er uns dieses seyn: denn Frank-lins Geist fände sich überall zurecht, auch da wowir leben.
Zu diesem Zweck werden Sie in seinem Lebenbesonders bemerken, wie er sich, trotz seiner Armutbund mechanischen Berufsart, selbst literarische Bil-