226 I. Unternchrnungen d. vergang. Jahrhunderts
übel, das lebendige und Hauptwerk ist ihre Ver-mal t u n g. Trügen sie auch aus alten Zeilen Man-gel an sich; welche menschliche Verfassung ist ohnedergleichen? und wie bald wird, was auch Wirstiften und ordnen, weniger brauchbar für kommendeZeiten! Alfo in diesen alten Gehäusen (wer es ver-mag, baue sie neu) das möglichste Gute zubewirken, ist die Aufgabe; und da sagen uns dieJesuiten in Paraguav, die Metbodisten in England,die Brüdcrgcmeinen an aller Welt Ende: dies ge-schehe durch lebendige Wirksamkeit, durchSocietat und Aufsicht- Die großen Wirkun-gen des Jesuitismus waren Folgen der O rdn u n g undstrengen Subordination in der Gesellschaft.In Zinzendorfs Gemeinen ziehet sich das Baud lin-der , ein Band zwischen Brüdern und Schwestern;dennoch aber ists ein Band; die Gesellschaft erbällsich nur durch Ordnung. So die Methodisten.Wesley's Lebensbeschreiber sagt es der Gesell-schaft vorher, daß mit der genauen und strengenObhut ihrer umherziehende», mit frischemBlick und neuem Leben wirkende Predigerdie Gesellschaft selbst sich Hallen oder entschlummernwerde. Wenn das Herz nicht mehr schlägt, neueLebenskraft alle Adern sendend, was wird derKörper?
Aufsicht also und Vereinigung zu ei-ner wirkenden Gemeinschaft können dieLehranstalten eines Landes allein im Leben setzen underhalten. Sind beide ohne Obhut, mit dem Staatgleichsam unverbunden, so daß man sie als für sichbestehende, alte Eadaver betrachtet; lehret man inihnen nicht, was der Staat und das Leben braucht;