9» I. Unternehmungen b. »ergänz. Jahrhunderts
dern Zeit kann ich dir von ihm erzählen *). Auchhatte ich in manchen Büchern geistliche oder politi-sche Sinnbilder (bnnpresas) mit Lust durchblattcrt.Aus Eindrücken der Art entstand mein Traum.
Ich war der Verlangende selbst, der, un-befriedigt mit sich ich weiß nicht was? suchte. Darief eine Stimme vor mir her: ,,Wandrer, wobin? D'u suchest Frieden, Friede wohnthier!" Sie zog mich hichin und dorthin im Traum,unruhig, ängstig. Ich kam vor ein Kloster; bieStimme rief: „Du suchest Frieden!" — Wohnet erhier? fragte ich; die Stimme schwieg. Ich kam voreinen Lehrsaal, vor ein Eoncilium zankender Weisen,auf einen Markt, in einen Rath, vor eine geheimeGesellschaft; die Stimme ging immer vor und wennich sehnend fragte: „wohnet er hier?" schwieg sie.Zuletzt fand ich mich einsam in der Mitte eines Wal-des, auf einem freien ringsum dicht umschlossenenPlatz, wie in einem heiligen Kreise. Es war dunkleNacht; über mir leuchteten die Sterne. Abermalsließ sich die Stimme und glücklicher Weise auch dieAntwort hören:
Du suchest Frieden;
Er wohin in Dir!
Melodisch, als ob alle Sterne zu mir herabsangen,ertönten die Worte; mein Innerstes erklang.
Er ist unter dem Namen Schatz der Seele(tesnro ciell' ulnre) fast in allen Sprachen, ausdem Französischen von ins Deutsche übersetztrdi^ erschienen.