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Zur Philosophie und Geschichte Theil 10 (1820) Adrastea ; 2
Entstehung
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zu Beförderung eines geistigen Reiches. 73

D. Mögen sie es zur Zeit und Unzeit gethanHaben; doch aber lehrten sie. Und in welcherSprache? Welch Svmbol war das Zeichen desTages-Anbruchs, nachdem die Nacht alter National-Rcligionen vorüber war? gleichsam die Weihe desChristenthums. Wars nicht eben der Geist der Na-tion alz rin gen und Sprachen? „Partherund Meder, Elamiter u. f. in ihren Zungen hör-ten sie die großen Thaten Gottes reden." Dies wardes Christenthums Anklang und sollte seine Haup t-bestimmung werde». In ihren Sprachendie Völker lehren, (oder wie wir sagen, culti-viren) sie halten lehren, was Christus befohlen,die reinen Gesetze der Menschheit nämlich, und Gottim Geist und in der Wahrheit, d. i. in der wahr-sten Geistes - und Herzenssprache anzureden, daswar des Christenthums Cultus. Nicht zerstö-ren sollte eS National-Religionen, sondern sie läu-tern , ihnen aufhelsen. Daß jede Nation Gott aufdie ihr eigenste Weise liebe, dem Nächsten aufdie ihm gefälligste Weise diene. — „DenJuden bin ich worden ein Jude, den Griechen einGrieche, den Schwachen ein Schwacher, damit ichJuden und Griechen, auch die Schwachen gewinne."Du weißt, Winusried, wer dieses sprach?

W. Derselbe, der in Athen seine Kehre selbstan den Altar des unbekannten Gottes zuknüpfen wußte.

D. Und der obigem Grundsatz allenthal-b e n gemäß handelte. Jeder seiner Briefe ist fürdie Stadt, für das Völkchen, an welche er ge-richtet ist, so idiosynkratisch geschrieben, als