zu Beförderung eines geistigen l)ieiche.s, ur
selbst hat den größten Theil der Eigenheiten ihresStifters in Worten, sogar in einigen Anstalten fal-len lassen; wie behutsame Dienste dabei habenSpangenberg; Lairiz, Lorez, Eranz u. a.geleistet! Welch ein Sprung ists, von der Theo-logie des Grafen, wie er sie hie und da in seinenReden und Gesängen entwirft, zu S p a n ge n be rgsIcleu ficiei kratruin!
Und wird die Zeit nicht noch Manches ändern?Sie, die große Sichten» der Dinge, läßt unvermerktfallen, was sich nicht halten laßt; sie bewahret nuedie reine Frucht, das Beste. In Manchem hat sichseitdem der Gesichtskreis so erweitert und entnebelt;durch Kenntniß der Sprachen, der Gegenden und Zei-ten har die Auslegung und Ansicht der Schrift eineso wahrere und (in der Sprache des Grafen zu re-den) naturellere Gestalt gewonnen, daß man oftm Verwunderung gerath, wie man über so EtwasSo-Etwas sagen und das Ding an sich, dieWahrheit, wie sie ist und war, übersehen konnte. Dadieser allgemein-ankommende Tag des Herrn alleRizzen und Spalten durchscheinet, und kein Winkelsich dafür schützen oder verbergen laßt: so geht auchin der Brüdcrgemeine die Zeit mit stillem, aberfestem Tritt fort, nicht nur fortpflanzend, sondernauch lauternd.
Da Zinzendorf kein Sectenstifter seyn wollte,sondern sich, soviel er konnte, .namentlich zurückzog,so gaben zuerst die Böhmischen Brüder, danndie Aug s b u r g i sc h e Eonfession, dann indoppelter Bedeutung die Gemeine zu Phila-delphia seinen Versammlungen das Abzeichen;