zu Beförderung eines geistigen Reiches. 5g
Welt, sondern, wie ers nannte, eine Conservationder Seelen des Heilandes und deren Sammlungauf seine naher herannahende Zukunft." Diese See-le nsammlung hat er bewirket.
,,?lus welchem Triebefragt man; hierüberist nur Gott Richter. Wer sein Leben liefet (wirhaben von ihm mehr als Eine ausführliche Lebens-beschreibung, größtentheils aus des Grafen eignenBekenntnissen, aus Zeugnissen der Brüder und ausThatsachen der Geschichte *) bemerkt die Umständeleicht, die von Kindheit auf ihn zu diesem Berufvorbereiteten und zu ihrer Zeit weckten. Seine Er-ziehung , die Denkart seiner Eltern und Verwandten,an die sich von Spencr an der Kreis der From-men schloß, die Lage seiner Wohnorte, nachbarlichHalle, Dresden, Schlesien, Böhmen,wo allenthalben theils Erweckte, theils Verfolgte wa-ren; der Streit dieser Erweckten selbst unter einan-der, vorzüglich aber die Eindrücke, die er in seinerKindheit von der Leidensgeschichte empfangenhatte, (nebst vielen zusammentreffenden Fügungen)weckten ihn zum Bekenntnis dieses leidenden Heilan-
*) Leben des Grafen von Zinzendorf,beschrieben von Spangenberg, LH., — 8. Nicht minder I. G. Müllers Be-kenntnisse merkwürdiger Männervon sich selbst, Winterthur, i7g5. Band3. S. r — 302. Eine schätzbare Sammlung.Ainzendorfs Leben ist darin eben so unpartheiisch,als herzlich dargestellt, in einem milden Lichte.